Eine „perfekte“ Morgenroutine ist auch keine Lösung

Eine perfekte Morgenroutine ist auch keine Lösung - Titelbild

Hast du eine Morgenroutine?

Nein?! Oh, ganz schlecht! Super unhealthy!

Wer etwas auf sich hält, hat natürlich ein festes Morgenritual! Was wäre schon ein Yogi ohne?!

Ich schätze es gibt zwei Spezien am Morgen, diejenigen die den Wecker fünf mal auf Snooze drücken und dann plötzlich panisch aus dem Bett springen, Zähne putzen, duschen und Kaffee auf die Hand. Und es gibt diejenigen deren Morgen absolut durchgetaktet ist: kleine Dehnübungen noch im Bett, Aufstehen, Ölziehen, Zunge reinigen, Yoga, Pranayama, Meditation gefolgt vom perfektem Smoothie.

Instagram, Facebook und Blogs sind voll damit, überall wird dir zu einer „perfekten“ Morgenroutine geraten. Habits, Habits, Habits! Viele springen auf den Zug auf, um dann kurze Zeit später zu merken, dass sie ihre 60 Minuten durchgetaktete Morgenroutine nicht auf die Reihe bekommen.

Was folgt, ist schlechte Laune oder zumindest das Gefühl vom gescheitert sein und vielleicht sogar das Gefühl von „ich bin kein guter Yogi“.

Boah, geht mir das auf die Nerven! Wenn ich weiter irgendwelche Podcast höre die etwas von Morgenritual labern, einen Tee trinkenden Yogi in den Instagram Stories sehe der soooooo happy mit seiner Morgenroutine ist oder nen Post mit nem Journal sehe, bekomme ich echt Puls.

Muss denn immer alles so tot gelabert und empfohlen werden? Diese perfekte Yoga & Spirit Welt, in der man so super duper in den Tag startet, Tee statt Kaffee, Meditation und Sonnengrüße statt schweißtreibender Sport (ist ja nicht mehr angesagt).

Jetzt mal ernsthaft! JA, feste Rituale sind eine feine Sache, morgens rechtzeitig aufzustehen me-time zu haben und nicht direkt aus dem Haus hetzen zu müssen ist toll und hilft einem mit Sicherheit mehr Energie am Tag zu haben. Aber muss etwas so „einfaches & logisches“ so gehypt werden? Muss hier ein so starker Druck aufgebaut werden, höher, schneller, weiter! Ich stehe früher auf als du, ich praktiziere mehr Sonnengrüße als du, ich sitze länger in Meditation als du.

Chillt mal Yogi´s!

Ich erzähl dir jetzt mal was, aber falle nicht vom Stuhl! Bis vor kurzem hat zu meiner „Morgenroutine“ Kaffee und Kippe gehört! So, what! Auch das ist ein Ritual und hat mich entspannt in den Tag starten lassen auch wenn es nicht gesund ist. Und erst danach bin ich auf die Yogamatte gehüpft und wenn ich bock hatte habe ich direkt mit Handständen angefangen, währenddessen ein paar Fotos von mir geschossen und am Ende Shavasana geschwänzt.

Natürlich ist das keine repräsentative Morgenroutine aber ist mir Latte, es ist meine und es geht mir super damit! Wichtig ist mir dass ich morgens Zeit für mich habe, wie ich diese verbringe ist erstmal egal und es muss auch nicht immer der selbe Ablauf sein, Hauptsache ME-TIME!

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Morgenroutine - warum du keine brauchst. Pinterest

Und genau das ist denke ich das Wichtigste an einer Morgenroutine, Zeit für sich selbst und die Dinge tun die einem selbst gut tun. Völlig egal ob Yoga, Meditation, Lesen, exzessives Kaffee trinken oder stundenlanges Duschen, tue das was dir gut tut und lass dir von all den „wannabe Gurus“ und dem Internet kein schlechtes Gewissen machen oder dich unter Druck setzen.

Love, Peace & Harmony

Josephine Hippie in the Heart hippieintheheart.com

Brauchst du ein bisschen Inspiration für deine „unperfekte“ Morgenroutine? Dann schau mal hier vorbei, da gibts ganz viel Yoga für den bad Yogi!

4 Kommentare

  1. Hahaha, du hast so Recht! Und auch wenn ich meine Morgenroutine wirklich liebe – wenn ich es schaffe sie zu machen – geht bei dem ganzen Onlinehype schnell verloren um was es wirklich gehen sollte: Zeit für mich. Egal ob ich in der Zeit lese, Yoga mache oder einfach nur in Ruhe meinen Kaffee trinke. #prokaffeeammorgen

    Wie immer sehr amüsant zusammengefasst. 🙂

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