Wie viele Yogalehrer braucht das Land? Der neue Hipster Beruf?!

Wie viele Yogalehrer braucht das Land

Yogalehrer eine Spezies für sich, die in den letzten Jahren wie Pilze aus dem Boden geschossen ist!

Einer der hipsten Berufe unserer Zeit, aber Warum? Und wie viele Yogalehrer brauchen wir noch?

Wie kommt man zu dem Beruf des Yogalehrer, ist es nur ein Trend, der Wunsch danach wie ein Popstar behandelt zu werden, flucht aus dem alten Job oder wirkliche Berufung ?

Ganz ehrlich, bei jedem ist es anders, aber nur diejenigen, die es aus tiefster Überzeugung, ganz viel Herzblut zum Yoga und eine Leidenschaft für das Unterrichten haben, sollten sich wirklich dazu entscheiden Yogalehrer zu werden.

Yoginis die so hip sein wollen wie Rachel Brathen* werden Yogalehrer. Spirit Junkies auf dem Selbstfindungstrip werden Yogalehrer. Die Topmanagerin die nach einem Burnout auf der Suche nach Selbstliebe ist, wird Yogalehrerin. Der Yogi, der den yogischen Weg lehren möchte und die liebe in die Welt hinaustragen möchte wird Yogalehrer.

Aber sind wir doch mal ehrlich, welcher Schulabgänger oder Abiturient sagt, ich möchte nicht studieren ich möchte Yogalehrer werden. Äußerst selten oder? Meist steckt eine Geschichte dahinter, eine Suche oder eine wirkliche Berufung.

Haben wir nicht bald mehr Yogalehrer als Schüler?

Die Maschinerie der Yoga Ausbildungszentren läuft auf Hochtouren. Die Ausbildung im heimischen Yoga Studio, im Yoga Zentrum in den Alpen, 4 Wochen Intensivausbildung auf Bali oder für die ganz harten, direkt ins Ashram nach Indien, mit allem drum und dran.

Danach ? Ist man meist noch nicht fertig, man muss noch qualifizierter werden, noch mehr Scheinchen, noch hippere Yogastile unterrichten können, einer reicht nicht.

Um so vielseitiger man ist, um so mehr Stunden bekommt man, wenn man die Klasse nicht füllt wird man aussortiert. Ein richtiges Business, vergleichbar mit jeder Fitnesstrainerin im Fitnessstudio die von Kurs zu Kurs hetzt um ihre Miete zu bezahlen.

Aber wo bleibt hier die Lehre des Yoga, der Weg zur inneren Ruhe, der Weg zum göttlichen, dass was ein Yogalehrer vermitteln sollte? Stattdessen schnell noch ein tolles Yogabild auf Instagram hochgeladen um möglichst viele Follower in die Yogastunde zu bewegen.

Wenn sie dich anhimmeln wie Popstars hast du es geschafft, wenn nicht wird es ein Balanceakt zwischen der Lehre des Yoga und „dem Miete“ bezahlen.

Die meisten Yogalehrer werden echt mies bezahlt, was schade ist aber es ist wahrscheinlich eher eine Berufung als ein Beruf um seinen Lebensunterhalt zu verdienen, außer man unterrichtet 27 Stunden die Woche und rennt danach wie eine Furie durch die Gegend.

Ich denke jeder sollte sich nach seinem ganz persönlichen Warum fragen. Warum möchte ich Yogalehrer werden und hierbei ganz ehrlich zu sich selbst sein. Denn nur, wer aus tiefster Überzeugung und Leidenschaft unterrichten will, selbst ewiger Schüler bleibt, kann seinen eigenen Yogaschülern gerecht werden.

An all die tollen Yogalehrer da draußen, danke für euren Unterricht, danke für eure Hingabe und danke für eure Inspiration! Von euch darf und soll es noch ganz viele mehr auf dieser Welt geben, davon bekommen wir Schüler nie genug!

Willst du noch mehr Yoga Vibes? Oder ein bisschen Hippie Lifestyle?

Was denkst du, brauchen wir noch mehr Yogalehrer? Ist das alles nur Trend, ein Hipster Beruf? Diskutiere mit mir!

Love, Peace & Harmony

Namasté

Josephine Hippie in the Heart hippieintheheart.com

 

 

 

Mit * gekennzeichnete Links sind Affiliate Links.

5 Kommentare

  1. Pingback: Yin Yoga, der Weichspüler unter den Yoga Stilen? Der Yoga Stil Guide |

  2. Da hast du wohl recht, liebe Josephine. Das geht mir seit eingier Zeit auch durch den Kopf. Ich kenne kaum jemanden, der Yoga praktiziert und nicht früher oder später über eine eigene Ausbildung nachdenkt. Die Qualität und auch der Ruf des Yogaunterrichts wird dadurch nicht unbedingt besser 😀

    • Hallo Shirani,
      oh, ja. Yoga ist wohl „leider“ ich bin mir nicht sicher ob es positiv oder negativ ist, im Mainstream angekommen.
      Liebe Grüße

  3. Guten Morgen,

    ich muss gestehen, dass ich auch darüber nachdenke eine Ausbildung zum Yogalehrer zu machen. Nicht weil ich hauptberuflich Yogalehrer sein wil und eigentlich stehe ich auch gar nicht gerne im Mittelpunkt, aber ich habe einfach das Gefühl, dass Yoga mir das Leben gerettet hat und die beste Therapie überhaupt ist, zumindest für mich. Und wenn ich dieses Gefühl auch nur einem einzigen Menschen vermitteln könnte, dann…. ich kann gar nicht in Worte fassen, was dann wäre. Ich wollte schon immer, anderen helfen, damit es ihnen besser geht aks es mir früher ging.

    Das Problem ist, dass die Ausbildungen so teuer sind, dass man es sich eigentlich nicht leisten kann, das hauptsächlich für sich zu machen. Und das wäre bei mir so. Denn ich bin noch lange nicht so weit auf meinem Yogaweg, dass ich anderen Vorbild sein könnte. Und das gehört zum Lehrer-Sein auch dazu.

    Ein weiterer Punkt. Wie schafft man es als Lehrer, selbst noch Schüler zu sein? Ich kann mich ja nicht zerreißen. Und wenn ich selbst Yoga hauptsächlich als Job sehe, ist es dann noch meine Therapie?

    Also ich bin hin- und hergerissen.

    P.S. die tollen Instagram-Bildchen grenzen manchmal schon an Porno

    Liebe Grüße

    • Hallo Trienchen,

      Wow, Danke für deinen wunderbaren Kommentar. Dein Warum, Yogalehrerin zu werden hört sich für mich total richtig an. It’s Passion! Ich kann dich total gut verstehen, eine Yogalehrer Ausbildung ist sehr teuer und ich sehe diesen Preisen auch sehr skeptisch entgegen, informiere dich gut was genau zu dir passt und suche dir einen Ort aus in dem du dich wohl fühlst.
      Ganz liebe Grüße
      Josephine

Kommentar verfassen