Bikram Yoga alias Hot Yoga lässt die Pfunde schmelzen: Ein Mythos?

Bikram Yoga alias Hot Yoga lässt die Pfunde schmelzen: hippieintheheart.com/bikram-yoga-alias-hot-yoga

Nach anderthalb Stunden Bikram Yoga, fühl ich mich direkt leichter! Es lässt die Pfunde schmelzen!

Hippe Bikram Yogi´s schwören drauf, aber was ist wirklich dran an der Sache?

 

Was ist Bikram Yoga eigentlich und warum wird es so gehyped?

Bikram Yoga alias Hot Yoga ist aus dem Hatha Yoga entstanden, es ist eine Übungsabfolge von 26 Asanas und 2 Pranayama Übungen und wurde von Bikram Chodury entwickelt.

Das besondere an Bikram Yoga und weshalb es Hot Yoga genannt wird ist, dass es in einem Raum der auf 35 – 40 Grad aufgeheizt ist und in dem ca. 40 % Luftfeuchtigkeit herrschen, stattfindet.

Du kannst dir vorstellen, dass Yoga bei einer solchen Raumtemperatur ordentlich zum schwitzen anregt und nicht nur wegen der anstrengenden Asanas. Bikram Yoga wird vor allem in den USA, von den Promis wahnsinnig gehyped, sie schwören drauf.

Eine weitere Besonderheit des Hot Yoga ist es, dass man vor einem riesigen Spiegel praktiziert. Es mag dir am Anfang ein bisschen befremdlich vorkommen, wenn du dich in einem riesigen Spiegel mit einem knallroten Kopf und halb nackt beobachtest und um dich herum noch eine menge gleichgesinnte sich rumräkeln. Aber es schult wahnsinnig die eigene Körperwahrnehmung und deine Haltung.

Aber warum ist Bikram Yoga zu einem Abnehm-Trend mutiert? Ganz klar fühlt man sich nach der Hot Yoga Einheit von 90 Minuten leichter, man verliert auch gefühlte 5 Kilo, aber mit Sicherheit kein Fett, sondern einzig und allein Wasser.

Natürlich ist es so, dass man beim Bikram Yoga Kalorien verbrennt und das nicht zu wenig aber das tut man auch bei jeder anderen Körperlichen Anstrengung, die einen wirklich fordert und so den Stoffwechsel anregt. Ist Bikram Yoga jetzt ein Wundermittel gegen die Fettzellen, nein ist es nicht!

Es hat viele Vorteile aber leider auch einige Nachteile.

Die Hitze beim Bikram Yoga macht deinen Körper geschmeidiger, sie regt die Durchblutung an und sie macht schöne Haut. Nach einer Einheit Bikram Yoga fühlst du dich stark und selbstbewusst, dass du die Herausforderung gemeistert hast und gehst gestärkt nach Hause. Eine weitere positive Eigenschaft ist, dass Bikram Yoga den Körper entgiftet und belebt.

Das gefährliche beim Bikram Yoga, so schön es auch sein kann, ist die wahnsinnige Hitze in Kombination mit Kreislaufproblemen, Bluthochdruck oder zu niedrigem Blutdruck. Oft neigen Schüler beim Bikram Yoga dazu, sich zu überschätzen da der Körper bei so einer Temperatur geschmeidiger wird, jedoch ist das Verletzungsrisiko trotzdem noch gegeben wenn man seinem Körper zu viel abverlangt.

Man sollte auch gar nicht meinen, dass man beim Hot Yoga ohne Aufwärmübungen starten kann, „mir ist doch schon warm“. Haha, Pustekuchen, dass heißt noch lange nicht, dass die Muskulatur und die Sehnen und Bänder bereit sind. Aufwärmübungen sind immer super wichtig, egal wie warm es in diesem Raum ist.

Wichtig:

Achte darauf ausreichend Flüssigkeit zu dir zu nehmen, vor, während und nach der Einheit, auch deinen Elektrolytehaushalt musst du auffüllen, ob mit Elektrolytepulver oder Isotonischen Getränken. Dein Körper braucht das, denk dran er ist dein Tempel!

Für wen ist Bikram Yoga?

Hot Yoga ist für jeden, ob täglich praktizierender Yoga Junkie oder blutiger Anfänger. Wichtig ist, dass du mit Ruhe und Geduld an die Sache ran gehst. Dein Körper braucht Zeit sich daran zu gewöhnen. Die ersten paar Einheiten wird dir die Hitze ordentlich zu schaffen machen und vielleicht musst du auch stark auf die Zähne beißen um durchhalten zu können. Gönn dir während der Einheit so oft eine Pause, wie du es brauchst und mach die Asanas nur soweit mit, wie es sich gut anfühlt.

Gib deinem Körper Zeit. Du wirst sehen, nach den ersten 3-5 Einheiten wird es immer besser klappen, dein Köper stellt sich auf die Hitze ein und du spürst die Vorzüge des Bikram Yoga.

 

Die 26 Asanas und die 2 Pranayama Übungen der Bikram Yoga Abfolge:

1 Pranayama Serie = Tiefenatmung
2 Ardha Chandrasana – Pada-Hastasana =  halber Mond mit Rück- und Vorwärtsbeuge
3 Utkatasana  = Hockstellung, dreifach Kombination aus Kniebeuge und Zehenstandsübungen
4 Garudasana = Adlerhaltung
5 Dandayamana – JanuShirasana = Stirn-zum-Knie im Stehen
6 Dandayamana – Dhanurasana = Stehender Bogen
7 Tuladandasana = Waage
8 Dandayamana – Bibhaktapada – Paschimottanasana = Stirn-zum-Boden in der Grätsche
9 Trikonasana  = Dreieck, Bikram- (mit Ellenbogen vor dem Knie und Fingerspitzen zw. großen und zweiten Zeh)
10 Dandayamana – Bibhaktapada – Janushirasana = Stirn-zum-Knie in der Grätsche
11 Tadasana = Baum
12 Padangustasana = Zehenstand – aus dem Baum heraus hinsetzen
13 Savasana = Totenstellung
14 Pavanamuktasana = Wind Removing Pose – Bauchpresse
15 Sit up = Sit up
16 Bhujangasana = Kobra
17 Salabhasana = Heuschrecke
18 Poorna – Salabhasana = volle Heuschrecke – Flugzeug
19 Dhanurasana = liegender Bogen
20 Supta – Vajrasana = Heldenstellung
21 Ardha – Kurmasana = halbe Schildkröte
22 Ustrasana = Kamel
23 Sasangasana = Kaninchen
24 Janushirasana – Paschimottanasana = Kopf zu den Knien – Streckung im Sitzen
25 Ardha – Matsyendrasana = Wirbelsäulendrehsitz
26 Kapalabhati = Kapalabhati-Bikram-Atmung – Feueratmung durch den Mund

 


Gefunden auf ASANAYOGA.DE

 

Was du brauchst?

Als erstes brauchst du ein stückchen Mut und Ehrgeiz, denn am Anfang wird das kein Kinderspiel sein. Ansonsten brauchst du so wenig Kleidung wie möglich. Du hast dich bestimmt schon gefragt warum auf Fotos so viele Promis, halb Nackt Yoga praktizieren? Nicht nur weil sie sich toll finden, sondern weil sie Bikram Yoga machen.

Du wirst aus jeder Pore heraus schwitzen, also trage am besten knappe Atmungsaktive Kleidung. Wenn du nicht so empfindlich bist, kannst du dir natürlich eine Yoga Matte leihen, ich persönlich nehme lieber meine eigene Matte mit, denn ganz ehrlich, auch wenn die Yoga Matten gereinigt werden, ist es wahrscheinlich nicht so hygienisch. Am besten nimmst du dir noch ein rutschfestes Handtuch mit, für auf deine Yoga Matte, damit du einen besseren halt hast und nicht in deinem eigenen Schweiß ausrutschst.

 

Wenn du noch nicht weißt ob Bikram Yoga etwas für dich ist, schau mal hier vorbei “ Welcher Yoga Stil ist der richtige für dich“.

Was du zum Yoga noch so brauchen kannst, kannst du dir hiermal anschauen, „Meine Yoga Favourites“.

Hast du schon mal Bikram Yoga praktiziert? Wie hat es dir gefallen?

A ) Es war toll, ich habe mich danach unglaublich leicht und selbstbewusst gefühlt.

B ) Es war grausam, überall diese schwitzenden Körper, die sich in ihrem knappsten Outfit präsentieren 🙂

 

Love, Peace & Harmony

Josephine Hippie in the Heart hippieintheheart.com

2 Kommentare

  1. chrisegg2015

    Nun ja bei mir war es zwischen a und b. Ich fand es am Anfang echt befremdlich mit so nackten Körper zu schwitzen. Aber das Gefühl danach war der Hammer. Und ich mochte die immer wiederkehrende gleiche Übungsreihe. Im Moment bin ich aber auch nur mit Yoga happy:-) Danke für Deinen tollen Artikel. Chris

    • Josephine

      Hi Chris, ich kann dich total verstehen. Es ist echt gewöhnungsbedürftig. Ich danke dir! Liebe Grüße Josephine

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